Tick-tack …

… macht die Uhr. Und damit schliesst die Serie über Uhren, Qualität, Warterei, Bangen und Hoffen.

Tatsächlich habe ich meine Mondaine stop2go am 23. Juni 2026 um 12:22 Uhr wieder erhalten (dies als kleine Erinnerung, wenn ich in 9.2 Jahren wieder schreiben muss, dass die Uhr irreparabel kaputt ist).

Bis jetzt verrichtet sie ihren Dienst klaglos. Sogar ohne grössere Zeitabweichung. Ich kann also sagen: Mit der Reparatur bin ich zufrieden.

Rückblickend hätte ich mir aber doch mehr Information gewünscht: Was ist denn kaputt? Was passiert nun? Wann kann ich wieder mit der Uhr rechnen? So aber wartete ich gute 30 Tage, ohne im Bilde zu sein, was mit meinem Ührchen los war. Kein Weltuntergang zwar, aber in meinen Augen doch verbesserungswürdig.

Nun! Schauen wir nach vorne: In einem Jahr läuft nun also die Garantie für die revidierten Teile ab, als da wären: Der Quarz und die Dichtung. Ich bin ja mal gespannt, ob die nach 363 oder doch erst nach 370 Tagen den Geist aufgeben.

Und zum Schluss noch dies: Die Leserschaft wird sich erinnern, dass ich mich beschwert habe, mein Kommentar auf der SBB-Onlineshop-Website sei nicht veröffentlicht worden. In diesem Punkt muss ich mich korrigieren, denn mittlerweile ist er veröffentlicht, sogar mit sämtlichen Tippfehlern, die mir unterlaufen sind. Und weil sich das Internetz rasant verändert und schon morgen die Adresse vollkommen anders sein kann als heute, erlaube ich mir, das Kommentärchen als Bildschirmschuss hier zu verewigen:

«Eeeh, aber werum steit de da obe ‚Titel?‘?», fragst du dich jetzt bestimmt. Eine berechtigte Frage! Sie kann ganz einfach beantwortet werden, wenn man sich einmal das Formular anschaut, welches es zwecks Verfassens einer Bewertung auszufüllen gilt:

Nun sei mal ganz ehrlich: Hättest du begriffen, was im Feld «Titel» einzufüllen ist? Ich jedenfalls wusste es nicht. Und dass ich damit nicht alleine bin, beweist der Titel der Bewertung unterhalb der Meinen, der da lautet: «Herr».

So viel dazu. Einen schönen Sommer wünsche ich!

Die Spannung steigt!

Exakt zehn Tage ist es her, dass ich meine Uhr am Schalter vorbeibrachte, die werte Leserschaft erinnert sich, weshalb. Die junge Mitarbeiterin am Schalter war – wie natürlich nicht anders zu erwarten – zuvorkommend und hilfsbereit, so dass sich das Prozedere problemlos abspulte.

Nur gehört habe ich seither nichts mehr. Scheint eine komplizierte Reparatur zu sein, die sie bei Mondaine durchzuführen haben! Ich bin gespannt, was dabei rauskommt.

Nun muss es gesagt sein

Ich habe mir ja lange, lange Zeit gelassen, hier etwas zu schreiben. Beinahe ein Jahr liegt dieses Blog nun brach. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, die Stille zu durchbrechen.

Wer mich kennt, weiss, dass ich ein Eisenbahnliebhaber bin. Ebenso ein treuer SBBler. Und ein grosser – und etwas blinder – Fan dieser Bahnhofsarmbanduhren. Jener, die zur vollen Minute einen Stopp hinlegen, um nach zwei Sekunden den roten Zeiger mit Kelle auf eine weitere Runde zu schicken.

Wer dieses Blog in der (längeren) Vergangenheit gelesen hat, weiss, dass ich 2014 eine ebensolche Uhr erworben hatte und damals mächtig stolz darüber war. Wer das Durchhaltevermögen besass, auch 10 Jahre später noch zu lesen, weiss, dass sich diese Uhr 2024 endgültig ins Jenseits verabschiedete.

Nun denn.

Ich kann mich glücklich schätzen, mit einer liebenden und aufmerksamen Frau verehelicht zu sein, die es sich zu meinem Geburtstag 2024 zur Aufgabe machte, mir den Entscheid zum Kauf einer neuen solchen Uhr mittels Sammlung eines erklecklichen Beitrages einfacher zu machen. Bref – am 25. Mai 2024 bestellte ich mir im Onlineshop der SBB das neue Modell: Eine Mondaine SBB Armbanduhr stop2go 41mm mit Metallarmband für CHF 699 Franken. Abzüglich Mitarbeiterrabatt bezahlte ich das immer noch stolze Sümmchen von CHF 559.20.

Das war – wie gesagt – am 25. Mai. Die Lieferung zog sich dann «etwas» hin, und nach mehrmaligem Nachfragen per E-Mail erfolgte der Versand dann läppische zwei Monate später, am 25. Juli 2024.

Es ist jetzt ist der 17. Mai 2026, also einigermassen genau 2 Jahre später. Nachdem ich die Batterie letztes Jahr bereits einmal auswechseln musste (die hat einen Stromhunger, diese Uhr, das ist nicht normal … und eigentlich auch nicht zeitgemäss. Dafür fahre ich nicht Auto und lösche beim Verlassen des Zimmers das Licht), war es auch letztens wieder soweit: Die Uhr bleibt spontan stehen, und ich dachte, das sei ein untrügliches Zeichen für eine schwache Batterie. Ich begab mich also letzte Woche ins Uhrenfachgeschäft meines Vertrauens, um meiner Uhr eine frische Batterie angedeihen zu lassen.

Der Bescheid? «Wir haben die Batterie getestet. Sie ist noch gut. Es kann nicht daran liegen. Sollen wir die Uhr zur Reparatur einsenden?»

Also schon wieder: Diese Mondaine-Uhren – so gut sie auch aussehen mögen – sind technisch gesehen also einfach der letzte Schrott. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass nach weniger als zwei Jahren Betrieb bereits etwas kaputt sein soll. Und ich würde mich ja auch nicht derart öffentlich echauffieren, wenn nicht– ja, wenn da nicht noch diese Sache mit den Bewertungen wäre.

Siehe, man hat im Online-Shop der SBB die Möglichkeit, erworbene Produkte zu bewerten. Ich bin mir eigentlich ziiiiiemlich sicher, dass ich damals, vor 2 Jahren, als sich die Lieferung ins schier unermesslich Ewige zog, eine Bewertung hinterliess. Zugegebenermassen eine nicht ausschliesslich positive, aber dafür ehrlich Bewertung.

Nur komisch, dass diese nicht veröffentlicht wurde.

Und als ich letzte Woche vom Uhrengeschäft den Befund erhielt, schrieb ich wieder eine Bewertung mir 2 von 5 Sternen und meiner ehrlichen Meinung. Schade, dass ich davon keinen Screenshot gemacht habe, denn – oh Wunder! – auch diese Bewertung ist offenbar beim Moderationsteam hängengeblieben.

Um Klartext zu reden: Die SBB ist mein Arbeitgeber. Mir ist nichts daran gelegen, schlecht über sie zu schreiben. Aber diese Uhren und der Umgang mit Kundenrezensionen im Shop, das ist nidsuber.ch (ach, schade. Das gibt’s ja nicht mehr. Egal!).

Wie dem auch sei: Ich habe meine Uhr im Fachgeschäft wieder abgeholt, ohne sie zur Reparatur einschicken zu lassen. Bestell- und Lieferbestätigung, die ich glücklicherweise noch als E-Mails habe, habe ich nun ausgedruckt und so werde ich nächstens beim SBB-Schalter vorbeigehen und einem netten Kollegen oder einer netten Kollegin meine Uhr in die Finger drücken. Sollen sie sie auf Garantie reparieren lassen.

Man wird sehen.

Ach, rechnen wir doch noch kurz ein bisschen rum! Versandt wurde die Uhr damals am 25.07.2024. Nehmen wir an, dass sie bereits am nächsten Tag in meinem Briefkasten lag. Nehmen wir weiter an, dass sie erst heute, am 17.05.2026, kaputt gegangen wäre. Sie hätte also während 661 Tagen ihren Dienst verrichtet. Dafür bezahlte ich CHF 559.20. Das sind also knappe 85 Rappen pro Tag. Ein stolzer Preis für ein bisschen Zeit am Handgelenk. Ich hoffe jetzt mal sehr, die Garantie macht wenigstens keine Zicken.

Fifty Shades of Red

Heute, in der SRF-News-App auf meinem Smarttelephon:

Da gibt es also eine hellrote Kurve, eine so halb-mittelhellrote Kurve, eine dunkelrote Kurve, eine etwas-weniger-dunkelrote Kurve und eine dunkelhellrosarote Kurve. Alles in Allem eine unglaublich übersichtliche Grafik, bei welcher man auf den ersten Blick problemlos erkennt, welche Kurve welcher Region zugeordnet ist.

Nicht.

Worum’s im Beitrag eigentlich ging? Keine Ahnung. Habe mich zu stark über die Grafik echauffiert.